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WILLKOMMEN IN UNSEREM BLOG !

Wir sind drei Schwestern und schreiben für uns und für dich,
jede für sich und natürlich für alle, die wir im Blick haben:

Für diejenigen, die Berührungsängste mit dem oder ihrem Alter haben, aber auch für diejenigen, die die Erscheinungsformen und das Gefühl des Altwerdens unerschrocken und sogar mit Freude in ihr Leben integrieren, neugierig gegenüber dem Neuen, das es zweifelsohne bringt.

Das Neue anschauen, es begrüßen, es annehmen und ihm ein PLUS verleihen. So wie der Kindheit, so wie der Jugend, so wie den höchst aktiven mittleren Jahren, damals. Kommentare zu unseren Beiträgen sind herzlich willkommen. WICHTIG: Wir haben keine Redaktion. Jede von uns schreibt in eigener Regie und Verantwortung.

BRIGITTA

„Du machst immer was Du willst!“ „Ja, was soll ich sonst machen?“

Sätze, die ich öfters gehört und gesagt habe, und trotzdem: Stimmen sie denn?

Als Mutter eines Sohnes war für mich schnell klar, dass ich trotz langem Studium der Naturwissen-schaften, trotz weiteren Jahren bis zur Promotion, trotz angestrebter und beginnender Karriere diesen Weg aufgeben würde. Es begann der Weg in die Selbständigkeit, ein Weg voller Versuch und Irrtum, nicht aber der Enttäuschungen. Journalistin, Redakteurin, Konzeptionistin, Buchgestalterin, Yoga- und Meditationslehrerin und -ausbilderin – und natürlich Ehefrau, Mutter, Haushälterin, Tochter und Schwester, Freundin. Alles war immer anders als irgendwann geplant, alles war aber immer richtig. Alles hätte auch anders sein können.

Und jetzt dieser Blog! Es kostet mich Mut, in diesen Blog einzusteigen, in dem es um Altern und das Alter gehen soll. Dabei sind es genau diese Gedanken, die ich täglich irgendwo in mir antreffe und die mich neugierig machen. Was tun sie da? Was stoßen sie an? Ach so, …

In unserer Schwesternreihe bin ich übrigens die Älteste.

GABRIELE

Mein Name ist Gabriele, geboren 1951. Viele Jahrzehnte lang bin ich schon Tochter, Schwester, Ehefrau, Mutter, Freundin, Bürgerin… Ich könnte Seiten füllen mit dem, was ich alles bin. Wir alle können das. Wenn Sie darüber nachdenken, werden Sie mir zustimmen. Fast ohne Pause habe ich ein ganzes Berufsleben lang Deutsch, Geschichte und Ethik an einem Gymnasium unterrichtet.

Jetzt möchte ich nachdenken, mich sammeln und auftauchen aus der trubeligen Aktivität. Ich möchte alle Rollen, die wir lebenslang spielen
und die einen großen Teil unserer Persönlichkeit ausmachen, aus einer anderen, möglicherweise sogar höheren Perspektive betrachten und dabei sehen, was es Neues gibt.
Ich finde, meine Chancen stehen gut, denn ich bin alt, habe lange gelebt und viel erlebt. Die Erfahrungen, die ich dabei gesammelt habe, sind an meiner Seite.

SABINE

Ich bin Jahrgang 1957, eine Wintergeborene, war Zeit meines Lebens selbstständig, überwiegend alleinerziehend, habe über die Jahre hinweg die unterschiedlichsten Schwierigkeiten und einige Tiefen durchlebt, kann gut auf meinen Beinen stehen und ersehne einen Aufbruch.

Um die Existenz kämpfen kenne ich. Vieles war unnötig. In den letzten Jahren sind immer mehr Verantwortlichkeiten von mir abgefallen; ich gerate in mir geradezu unwirklich anmutende innere und äußere Freiheiten. So belastet und eng war mein Leben also, ich merke es besonders im Nachhinein.

Jetzt, gegen Ende meines bisherigen Berufslebens und am Beginn einer neuen Zeit, sehe ich mehr Zukunft vor mir, als zuvor; deutlich spüre ich diese Zukunft schon heranwehen und bin überwiegend gefasst und neugierig, manchmal auch ein wenig unruhig.

Nach der Statistik verschafft das neue Alter uns ungewohnte zeitliche Bewegungsräume und so liegen – ebenfalls nach der Statistik – noch mindestens 10 gute, für mich heißt das vor allem: bewegliche Jahre vor mir. Danach wird ruhigeres Gewässer ersehnt. Und auf mein gutes Ende kann ich mich lange vorbereiten, ohnehin einer meiner Lieblings-
gedanken. Welch ein Luxus!

Das Alter also: eine Aufforderung, der zu folgen ist, eine Verheißung.

Ich schaue, ich fühle, ich gehe meiner Neugier nach, suche den roten Faden und taste mich vor. Ich habe keine Ahnung, wie das geht, aber mein Vertrauen ist groß und meine Neugier, zu erkennen und zu lernen, ist ungeschmälert, größer sogar. An dieser Stelle, mit diesem Blog, möchte ich meinen roten Faden quasi öffentlich in guter Gesellschaft suchen und entwirren.

Und hoffe, liebe Blogleser, dass ihr mit uns in Austausch tretet, das wäre das Schönste.