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Ja! Altern

Zum letzten Beitrag von Brigitta möchte ich meine eigene Impression hinzufügen, wobei die nicht immer gleich ist. Vielleicht, wahrscheinlich, ändert sich das noch die nächsten Jahre, aber jetzt stimmt es für mich.

Meine Mutter meinte immer: das Altern vollziehe sich kaskadenartig und nicht als linearer Vorgang. Was mich betrifft, ich gebe ihr Recht, es ist so, innerlich wie äußerlich. Ich habe diesen Bewertungsmodus in mir, lebenslang, vor allem bewerte ich mich selbst und als nächstes meine Mitwelt. Eine schwere Fessel.

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Altern

„… wir verbringen das Leben in einem Körper, der tyrannisch sein kann – und eine langsame Enttäuschung, um einen anderen Begriff für das Altern zu verwenden.“ Diese Formulierung hat Ian McEwan in einem Interview gewählt, schön übersetzt. Ich schmunzelte.

Warum aber ist der Körper eines alten Menschen eine Enttäuschung, der eines alten Baumes indes schön? Manche Menschen umarmen alte Bäume, ich kann das verstehen. Auch ich lasse mich von einem alten Baum tief berühren, schaue voll Ehrfurcht an ihm hinauf, halte inne, wie war die Welt, als er sein Leben als Baum begann.

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Hilde Domin

„Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug“ 

Dieser Satz, gefunden auf einer Postkarte mit dem Portrait einer schon älteren, mir bis dahin unbekannten Frau, nämlich der Dichterin Hilde Domin, hat mich sofort gepackt. Die Karte hing lange an meiner Pinnwand. Ich hörte, dieser Satz steht auf ihrem Grabstein in Heidelberg, wo sie mit ihrem Mann liegt.

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