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Entwicklung

„ … dem Kommenden: Ja!“
(Dag Hammarskjöld)

Ich habe mich schon lange gefragt, was passieren muss, um unser selbstzerstörerisches System zumindest in Turbulenzen zu bringen. Bei allem Respekt für Fridays For Future – und aller anfänglichen Hoffnung: Am System hat die Bewegung bislang nicht einmal genagt, vielleicht sogar das Gegenteil bewirkt, nämlich die Argumentationen und die Rufe der Empörten integriert. Immer war klar, es geht um einen Bewusstseinswandel, um ein vollkommen neues Verständnis vom eigenen Selbst, von Entwicklung, von Zukunft. Wie langsam und zäh diese Prozesse verlaufen, kenne ich aus meinem eigenen Tun seit Jahrzehnten gut, die Frage, wird es „rechtzeitig“ sein, taucht immer dringlicher auf. Aber was heißt schon rechtzeitig?

Und jetzt der Virus: Er „arbeitet“ mit einer Geschwindigkeit, die dem System kaum Zeit für selbsterhaltende Strategien lässt. Die vor mehr als zwei Jahren zumindest in Europa gewagte Aussage von C. Otto Scharmer „The whole society … the whole planet is on fire“ kann für alle sichtbar werden. Gleichzeitig schafft der Virus zunehmend Räume mit Zeit  … Zeit zum Andersdenken. Wenn ich die ersten Phasen der Angst und Unsicherheit irgendwann beiseite schiebe, wohl wahrnehmend, dass ich sie habe, kann ich mich neu orientieren in das Kommende, das ich nicht kenne und dennoch willkommen heiße. Und nochmals Otto Scharmer: ‚Das einzige Navigationsinstrument, das Du hast, ist Dein Herz.‘ JA.

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