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Begegnungen

Den Jesus besuchen

Gestern, nach einer Woche Schreibtisch trotz wunderschönem Frühlingswetter und daher zunehmendem Frust, habe ich mit meinem Mann eine erste Radtour unternommen: Umrundung des Ammersees. Ganz am Schluss kommt man immer an dem armen Jesus vorbei, der ungeschützt Wind und Wetter trotzend, auf einer Anhöhe neben einem Bänkchen hängt. Ich sehe seit vielen Jahren, wie der Jesus fragiler wird, das Holz berstet und zerfällt. Das tut mir weh. Ich habe letztes Jahr einen ganz in der Nähe wohnenden alten Freund mit Schreinereigeschick gefragt, ob er nicht etwas für den Jesus tun könne. Der Freund sagte: ja, den Jesus kenne er, er habe schon einmal versucht, ihn zu stützen und auszubessern. Ich meinte dann: und jetzt bitte die Achselhöhlen.

Und gestern, als wir wie üblich nach Umrundung des Sees zum Jesus kamen, sehe ich, dass seine Achseln geflickt sind und er sogar noch ein kleines Dach über den Kopf bekommen hat. Das freut mich sehr.  

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