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Lebensentwurf

Den roten Faden suchen

Ich bin 62 Jahre alt, eine Wintergeborene, war Zeit meines Lebens selbstständig, überwiegend alleinerziehend, habe über die Jahre hinweg die unterschiedlichsten Schwierigkeiten und einige Tiefen durchlebt, kann gut auf meinen Beinen stehen und ersehne einen Aufbruch.
Um die Existenz kämpfen kenne ich. Vieles war unnötig. In den letzten Jahren sind immer mehr Verantwortlichkeiten von mir abgefallen; ich gerate in mir geradezu unwirklich anmutende innere und äußere Freiheiten. So belastet und eng war mein Lebens also, ich merke es im Nachhinein.

Jetzt, fast schon im „Ruhestand“, ist es wie eine Landkarte, die sich vor mir ausbreitet, mit vielen weißen Flecken. Sie ist anziehend, diese neue unbekannte Welt, sie lockt geradezu: diese Welt: das Alter!
Das Alter verschafft ungewohnte zeitliche Bewegungsräume – wenn es nach der Statistik geht – und so liegen – ebenfalls nach der Statistik – noch mindestens 10 gute, dh bewegliche Jahre vor mir. Danach wird ruhigeres Gewässer ersehnt. Und auf mein gutes Ende kann ich mich lange vorbereiten, ohnehin einer meiner Lieblingsgedanken. Welch ein Luxus!
Das Alter also: eine Aufforderung, der zu folgen ist, eine Verheißung.
Ich schaue, ich fühle, ich gehe meiner Neugier nach und taste mich vor. Ich habe keine Ahnung, wie das geht, aber mein Vertrauen ist groß und meine Neugier, zu erkennen und zu lernen, ist ungeschmälert, größer sogar.
So hoffe ich auf einen sich abzeichnenden Weg, auf eine Vision, auf meine Vision, für mich und andere.

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