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Ja! Altern

Zum letzten Beitrag von Brigitta möchte ich meine eigene Impression hinzufügen, wobei die nicht immer gleich ist. Vielleicht, wahrscheinlich, ändert sich das noch die nächsten Jahre, aber jetzt stimmt es für mich.

Meine Mutter meinte immer: das Altern vollziehe sich kaskadenartig und nicht als linearer Vorgang. Was mich betrifft, ich gebe ihr Recht, es ist so, innerlich wie äußerlich. Ich habe diesen Bewertungsmodus in mir, lebenslang, vor allem bewerte ich mich selbst und als nächstes meine Mitwelt. Eine schwere Fessel.

Gerade lerne für mich, mehr in meinem Körper zu sein, eine innigere Verbindung mit ihm einzugehen, ihn zu bewohnen wie ein altes, lieb gewonnenes Haus. Das wird eine bis ans Ende währende Aufgabe sein, da bin ich mir sicher. Ich glaube, wenn der Mensch an Geist und Körper und Seele alt wird, ohne Bewertung, als Unikat ohne Vergleiche, dann erweckt das eine große Ehrfurcht und ist Schönheit. Das ist wie bei dem alten Baum.

Kürzlich habe ich einen kleinen Perspektivenwechsel für mich entdeckt, eine Übung darin. Wenn ich z.B., wie täglich, abends meine Füße massiere, kann ich meine Wahrnehmung ganz auf das Außen richten – die Hände erspüren den Fuß – oder ganz nach innen – der Fuß erspürt die Hände. Das ist vollkommen unterschiedlich, ich empfinde das als kleine Offenbarung.